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Wenn uns Flügel wachsen…
Wie Engel aussehen? Wir wissen es nicht! Ob heute noch Engel das tun, was die Bibel von ihnen erzählt? Wer weiß es! Aber wir wissen, was die Engel für Aufgaben haben. Und diese Aufgaben sind auch unsere! Wenn eine mutlos ist, sie stärken. Wenn einer traurig ist, ihn trösten. Wenn eine einsam ist, sie besuchen. Wenn einer bedroht ist, ihn schützen. Wenn wir fröhlich sind, miteinander feiern. Wenn uns auch keine Flügel wachsen, können wir doch einander Engel sein!
Franz Menke
Ich vermisse dich!
Ich vermisse dich noch oft und hatte ich doch gehofft, die Tür geht auf, du kommst herein und alles wird wie früher sein.
Die Zeit ist schnell vergangen doch meine Trauer nicht du bist von mir gegangen, aber aus meinem Herzen nicht.
Was ich an dir verloren versteht so mancher nicht, nur die, die wirklich lieben wissen, wovon man spricht!
Du bist es!
Eine Rose still verwelkte heut sie war doch grad erst aufgeblüht. Ihr Dasein hat mich ho erfreut, ihre Schönheit hat mein Herz erglüht. Die Menschen all berührt das kaum, sie war ja nur von vielen eine. Für mich zerbrach ein Lebenstraum; denn du bist es, um die ich weine.
Anders – besser
Es wird besser, sagen die andern, es wird anders, sage ich, denn der Schmerz hat sich gewandelt, doch verlässt er mich nicht.
Es ist anders, sagen die andern Es ist besser, sage ich denn das Leben ist jetzt klarer und viel tiefer für mich.
Es wird leichter, sagen die andern es wird schwerer, sage ich, denn im zweiten Jahr mein Kind, spricht kaum noch jemand über dich.
Es ist schwerer, sagen die andern, es ist leichter, sage ich, denn dies leben ist befristet, ja ich freue mich auf dich.
Anders – besser Schwerer – leichter nichts ist wie es vorher war und doch geht das leben weiter, als ob eigentlich nichts geschah.
Du lebst dort ganz sicher weiter anders, besser, leichter, schön! Hast das Schwere schon bestanden Ich kann dich im Licht nur sehen.
Du scheinst mit hinein ins Dunkel, das mich so oft umgibt mein Kind, hilf mir an das Licht zu glauben, bis wir dann zusammen sind.
Mein kleiner Sonnenschein
Ich fühle mich traurig und allein würde gerne bei dir sein. In deinem Land wo du jetzt bist, möchte wissen, wie es dort ist. Ist es dort schön und siehst du mich? Denkst du genau wie ich an dich? Hin und wieder an schweren Tagen, stelle ich mir immer die gleichen Fragen. Wieso? Weshalb? Warum? War deine Zeit so schnell wieder um? Warum bist du nicht hier, ganz nah bei mir? In traurigen Zeiten tust du mich geleiten. Ganz tief in mir, da hab ich das Gespür, du bist da und mir so unheimlich nah! Ja, das bist du und ich gebe zu viel an dich zu denken, keine Minute zu verschenken. Denn jeder Gedanke an dich ist kostbar und irgendwie wunderbar. Dein Körper schreitet nicht neben mir, dennoch bist du immer hier. Für mich mein Sonnenschein wirst du leben alle Zeit Bis in die weite Unendlichkeit! Warum das schrieb? Ich hab dich unheimlich LIEB!
Trost
Wer sagt die Zeit heilt Wunden, der hat es nicht gesehn, der hat’s noch nicht empfunden, wenn Kinder von uns gehen. Wer sagt es geht doch weiter, das Leben und die Welt, der kennt nicht diese Schwere, die mich so oft befällt. Wer sagt, ich kann’s verstehen, sie fehlt dir halt so sehr und kennt die Schmerzen selbst nicht, sagt besser gar nichts mehr. Wie will er denn verstehen, steckt nicht in meiner Haut, kennt nicht den Strick um meinen Hals, der mir den Atem raubt. Ich weiß, sie wollen helfen, mit Worten – gut gemeint – doch ist das keine Hilfe, wenn man nicht mit mir weint. Und andre schweigen einfach, weil sie so hilflos sind. Sie wollen mich nicht verletzen, doch töten so mein Kind. Ich will nicht euer Beileid, das so kein Trost mir ist. Was ich brauch ist ein Herz, das nie mein Kind vergisst. Ja, Trost das wär so einfach, die Nähe, die entsteht, bei dem Versuch zu trösten, wenn man den Weg gemeinsam geht.
Heimlich
Heimlich muss ich immer weinen nach außen kann ich fröhlich scheinen und sogar gesund und rot. Wären tödlich diese Schmerzen in meinem Herzen, wäre ich schon lange tot.
Es wird schon wieder, wieder, wie was?? Wieder wie vorher?? Es wird nie wieder wie vorher! Irgendwann wird es, aber nicht WIEDER!!!!!!!
Der Name meines Kindes
Die Erwähnung des Namens meines Kindes bringt Tränen in meine Augen,
doch er bringt auch Musik in meine Ohren.
Wenn du wirklich mein Freund bist, lass mich die Musik ihres Namens hören.
Er besänftigt mein gebrochenes Herz und singt zu meiner Seele.
Die schwarzen Tage
Ich erwache des morgens, Leib und Seele wie Brei, als ob ein Amboss mich niederdrückt in die Kissen. Und dann springt es mich an dieses bittere Wissen: „Du bist nicht mehr da!!! Dein Leben ist vorbei!!!
Ich krieche in den Tag, schleppe mit mir die Pein. Ich mache und tue, gebe mir gar interessiert, sodass niemand bemerkt, dass mich nichts mehr berührt, außer einen Gedanken: Du durftest nicht sein!
In mein Bett geh ich erst, wenn die Müdigkeit mich zwingt Und der Schlaf mich wie eine Ohnmacht überfällt. Zu müde für jeden Gedanken der nur quält, weil du fort bist und nicht dich mir wiederbringt.
Die weißen Tagen
Ich erwache des Morgens und weiß du bist hier und ein Lächeln strömt aus meinem Herzen. Ich fühle du bist gar nicht fern von mir fühle Liebe statt unbesiegbarer Schmerzen.
Ich beginne den Tag, weiß er wird mich was lehren und frag mich, ob auch du heut Erfahrungen machst. Brauch mich nun nicht gegen Erinnerungen wehren, denn ich stell dich mir vor, wie du Spaß hast und lachst.
Ich kuschel’ des Nachts wohlig in meine Decken wünsch auch dir eine geruhsame Nach. Weis am Morgen wird deine Liebe mich wecken, wenn das Dies- und das Jenseits wieder erwacht.
Gekämpft, Gehofft und doch Verloren
So sehr wir dir die Ruhe gönnen, ist voller Trauer unser Herz. Dich leiden sehen und nicht helfen können, das war für uns der größte Schmerz.
Danach
Sekunden, Minuten, Stunden danach Da war meine Welt, die ganz plötzlich zerbrach.
Tage, Wochen, Monate vergehn, doch der Schmerz bleibt weiter bestehn.
Trauer und Schmerz werden wohl nie vergehn, dafür war die Zeit mit dir viel zu schön.
Der Gedanke an dich wird immer bleiben, denn mein Herz werd ich immer mit deinem teilen.
Ein Mensch der trauert
Gelähmt und trotzdem gehend, blind und trotzdem gehend, taub und trotzdem hörend – das ist ein Mensch der trauert.
Zeit
Und wir dachten, wir hätten noch so viel Zeit…
… um dir zu sagen, wie sehr wir dich lieben. … um dir zu sagen, wie sehr wir dich brauchen. … um dir zu sagen, wie sehr wir dich spüren. … um dir zu sagen, wie sehr wir dich achten. … um dir zu wagen, wie viel Glück dieser Welt wir dir wünschen. … um dir zu sagen, wie sehr wir dich vermissen.
Wir haben dir all dies gesagt, wir sind uns sicher, und nun sagen wir es dir immer noch jeden Tag.
Täglich frage ich mich - nicht wie es möglich ist, dass ich lebe - sondern einfach nur, wie mein Herz weiterschlagen kann, nachdem deines stehen geblieben ist.
Ich habe geliebt, was es an Liebe gab. Und doch habe ich verpasst, mehr Zeit für dich zu finden.
Ich habe gegeben, was es zu geben gab. Und doch war es zu wenig, um jetzt ein reines Gewissen zu haben.
Ich habe geweint, was es an Tränen gab. Und doch werden sie nie ausreichen, um zu zeigen, wie sehr ich dich liebe.
Ich werde leiden, was es zu leiden gibt. Und doch nie meine Schuld begleichen können.
Kein Wort vermag Unsagbares zu sagen. Drum bleibe was ich trage ungesagt. Und dir zuliebe will ich nicht mehr klagen, denn du meine liebe Maria hast nie geklagt.
Und hätt ich hundert Töchter, keine wäre mir je ein Trost für diese, diese eine! Sagte ich hundert? Ja, ich sagte hundert und meinte hundert, doch nun hab ich keine.
Kein Wort, Gefährte meiner Trauer! Wie verwelkte Blätter treiben wir dahin. Nicht, dass ich weine darf dich wundern, nur das ich manchmal ohne Träne bin.
Viele Menschen sind überzeugt davon, dass „stark und tapfer sein“ bedeutet an „etwas anderes“ zu denken, nicht über Trauer zu sprechen.
Aber wir wissen, dass wirklich „stark und tapfer sein“ bedeutet, an das Geschehene zu denken, über das Gewesene zu sprechen bis die Trauer beginnt erträglich zu werden.
Das ist wirklich Stärke, das ist wirklich Mut und nur so wird „stark und tapfer sein“ uns zur Heilung tragen.
Das Licht
Ich sah einen kleinen Jungen, der trug ein Licht. Ich fragte ihn: „Wo ist denn das Licht her?“ Da blies er es aus und fragte zurück: „Kannst du mir sagen, wo es nun hingegangen ist?“
Für die Welt warst du irgendjemand, aber für uns warst du die Welt.
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Stand: 10.02.2009